Gibt es so etwas wie einen Heulkrampf? Oder hat es keinen Namen, ist nur eine Tatsache, dass ich seit zwei Stunden nicht aufhören kann zu weinen?
Guildenstern - 18. Mär, 22:50
Schön, dass sich der Nebel irgendwann lichtet. Nicht so schön, dass man sich dann sehr bescheuert vorkommt, dass man so lange nichts gesehen hat, nicht einmal den Nebel. War ich wirklich so seltsam? Na ja, gut, ich will ja jetzt nicht gleich alles über Bord werfen, ein bisschen etwas wird wohl doch meine Persönlichkeit sein, die ich zu behalten gedenke, wenngleich auch ein paar Modifikationen gut werden.
Angefangen hat dieses Blog ja als "The Development of C", was sogar für Blogstandards ziemlich ichbezogen war, oder? In einem Anfall von Erkenntnis sah ich dann, dass ich von der Rückseite der Bühne ins Geschehen wechseln wollte. Gut, Hamlet muss es jetzt nicht gleich sein, aber gleich Guildenstern (oder Rosencrantz) rumzuwarten, bis sich was tut zwischen Hamlet und dem Rest (noch vorm Schweigen), ist ein wenig passiv. Ich hab zwar zur Hauptrolle gewechselt, dabei aber nicht bemerkt, dass das nur halb vollzogen war und dass mir der Film fehlte. Drehbuch her! Film her! Stück her!
Nun ist es soweit: Guildenstern(chen) spielt nicht nur die Hauptrolle - Ronja waiting for the spring! -, sie fängt nun endlich auch mit ihrem eigenen Film an. Und es ist kein absurdes Theaterstück. Warten auf Godot? Ja, gibt's ja schon, ich brauch was Eigenes.
Math, science, history, unravelling the mystery... Ich werde wohl mein Leben lang seltsam bleiben, aber nur noch linear. All die Seltsampotenzen nehme ich Ableitung für Ableitung weg. Quak.
Guildenstern - 15. Mär, 00:16
Schnell versucht, den Traum zu deuten. Falls mir eine Symbolliste irgendetwas hilft und mir etwas Schlüssiges liefern kann, bin ich dabei. Ansonsten glaub ich's nicht. Mit Träumen ist es ja fast wie mit Horoskopen, obwohl letztere natürlich totaler Humbug sind. Aber mit der subjektiven Richtigkeit ist es so, dass man hin und wieder einen Treffer finden kann, und dann ist man positiv überrascht. Das, was nicht passt, ignoriert man geflissentlich. Und es steht ohnehin so viel unsinniges Blabla drin, dass 90% davon für jeden passen.
Träume sind da schon um etwas aussagekräftiger. Wenn ich mit 12 zum Beispiel von einem Skikurszimmer träumte, in dem ich u.a. mit meinem Schwarm zusammensaß, dann ist das nicht schwer zu interpretieren. Ein bisschen schwieriger wird's mit verklausulierten Träumen. Und selbst wenn man einen Ansatz gefunden zu haben meint, kann das immer noch objektiv oder subjektiv so sein. Wenn ich einer Freundin im Traum die Hand reiche, um sie von da hochzuziehen, wo sie runtergerutscht ist, und sie dann meine Hand drückt, dann weiß ich entweder, dass sie meine freundschaftliche Zuneigung erwidert oder dass ich glaube, dass sie meine freundschaftliche Zuneigung erwidert. Hence the ambiguity.
Wenn ich allerdings immer wieder davon träume, etwas nicht fertigzukriegen, eine bestimmte Arbeitssituation zu vermeiden und mich gehetzt zu fühlen, dann sagt mir dass ziemlich deutlich, dass mich meine Vergangenheit noch immer quält. Ach ja, man steckt ja ein paar Jahre nicht so einfach weg. Mal schauen, was könnte es denn bedeuten, dass ich Teil eines Terroranschlags wurde? Und jetzt, wo ich mich recht entsinne, war der Ort doch der Konzerthalle von letzter Woche recht ähnlich. Ui.
Na ja, da lässt sich nix Sinnvolles finden. Es war wohl schlicht ein Alptraum.
Jetzt ab in die Sonne!!!!!
P.S.: "Gravity, thou art a heartless bitch!" (TBBT) Ich liebe es!!!!!!!
Guildenstern - 12. Mär, 13:41
Aus dem Anlass meines Einjährigen ein kleines Sätzchen - Pfützchen wär noch süßer, aber es war ein Sätzchen -, das ich vor etwas weniger als einem Jahr für mich geschrieben habe:
Ich habe noch nie, nie, nie jemanden kennengelernt, der so sehr der war, der zuvor schon in mir exisitiert hatte. Noch nie.
Guildenstern - 11. Mär, 15:41
Ich habe etwas gefunden, in das ich mich verlieben darf und verliebt habe: The Big Bang Theory. Ojemine. Es gefällt mir beinahe noch besser als HIMYM. Hmm, hmm, hmm. Nur weil ich nun die letzten Seiten von The Man Of My Dreams erreicht habe - finally! -, darf ich mich doch noch für etwas begeistern. Das Problem sind die Assoziationen. Hmm. Hmm. Hmm. Na ja, egal. Laugh out loud funny, no matter what.
Guildenstern - 10. Mär, 23:46
Die letzte Folge von HIMYM war wieder super. Wieder mal ein viel besseres Drehbuch. Und eine andere Voraussetzung beim Anschauen: endlich wieder alle Aufmerksamkeit zur Verfügung.
Guildenstern - 10. Mär, 14:07
Im Grunde mag ich mich ja. Ich mag mich sogar so, wie ich bin. (Raum für Veränderungswünsche ist ja trotzdem.) Ich mag sogar einige meiner Macken. Ja, auch dass ich eine Frau der Extreme bin - und diese Extreme oft noch durch eine Lupe wahrnehme. (Und dann wundern sich manche, inzwischen schon viel weniger, warum ich keinen Alkohol trinke. Ja, warum sollte ich denn meine Empfindungen intensivieren?)
Doch wenn das ganze Leben einer Achterbahnfahrt gleicht, beschleicht einen irgendwann der Gedanke, dass einem die Mitte fehlt. Das Zwerchfell. Und das Zwerchfell der Seele. Die Mitte besteht nicht aus festen Bauchmuskeln, wie einem in BBP-Kursen gerne weisgemacht wird. Die sind wichtig, aber die sind nur außen.
Wenn einem etwas fehlt und man nicht ganz gaga ist, geht man auf Suche. Wo ist meine Mitte? Wo und wie finde ich sie? Beim Publikum? Auf der Bühne? Beim Textverfassen? In der Anerkennung meiner Freunde? In der Anerkennung eines einzigen Menschen? Nicht vielleicht doch zuerst mal in meiner Anerkennung meiner selbst?
Ein Leben auf der x-Achse wäre tot. Doch hin und wieder will ich mich auf einer Nulllinie weiterbewegen, die mich nicht auf Endorphinen Walzer tanzen lässt, die mich aber auch nicht in ein Loch aus Jauche und Teer fallen lässt. Ich liebe grundsätzlich das Fliegen, das mich tragen Lassen auf den Lüften meiner Welt, auch das Hochklettern aus den schwärzesten Tiefen. Aber hin und wieder würde ich gerne alles für ein bisschen Mittelmaß eintauschen. Einen Tag lang. Eine Stunde lang.
Dann würde ich meine Superlativ-Macke liegen lassen. (Beste Idee!) Und meine Zitatenfreude in die Schatztruhe legen. ("Don't write with anyone looking over your shoulder.")
Funny thing: Ich glaube, ich habe etwas zum ersten Mal im Leben geschafft. Obwohl dieses Attribut unwichtig ist. Auch ist es nicht sicher, denn schon so oft bin ich aus dem einen Canyon auf den nächsten Gipfel geklettert. Heute bin ich nur an den Rand des Canyons gekommen. Hier gedenke ich ein Weilchen zu bleiben. Das erste Mal, seit ich mich erinnern kann, habe ich jemanden abgelegt, ohne dafür einen Neuen zu bekommen oder ohne dass ein Neuer seinen Platz beansprucht hätte. Ich hab losgelassen - aber ich hab nicht "einfach losgelassen", denn wenn's einfach gewesen wäre, hätte ich, bei allem Respekt vor meinem Bauch, auf meinen Kopf gehört und schon vor vielen Monaten losgelassen. Nachdem ich gestern feststellte, dass ich diese Gefühle nicht mehr haben will, ging der nächste Schritt über Nacht: Ich bin zu mir zurückgekehrt.
Schön außerdem, dass es am 8.3. passierte, am Internationalen Tag der Frauen.
Changing your life more than any man can do.
(PG)
Guildenstern - 9. Mär, 23:12
Plötzliche Erinnerung an das Programm von Alfred Dorfer, das ich vor eineinhalb Jahren gesehen habe.
"Warst du schon einmal verliebt?"
"Wie denn, wenn ich alles verstehen will?"
Guildenstern - 4. Mär, 04:34
Gleich vorweg: Ich gestehe. Ich habe am Samstag einen Teil von DSDS angesehen. Ich hatte sogar eine gewisse Freude daran, hauptsächlich weil das Schauen im geselligen Rahmen stattfand. Nebensächlich, weil ich tatsächlich zwei Sänger erkannt habe, die mir wirklich zusagen. Von diesem Standpunkt aus könnte ich weiterschauen. Jedoch:
Ich verweigere nun. Ich boykottiere. Ein Artikel hat mich daran erinnert, wie inszeniert alles ist und wie wenig doch tatsächlich die Suche nach einem guten Sänger im Vordergrund steht. Duh! Aber manchmal vergisst man das. Als Mensch unter Menschen ist man sich zwar bewusst, dass nur "attraktive" Menschen in die nächsten Sendungen gewählt werden, aber hin und wieder lässt man sich selbst von der Aura eines solchen Menschen einfangen. Mensch, Mensch, Mensch! Nun gut, sollte von Menowin oder Mehrzad später etwas zu hören sein, werde ich mich auf dem Musikmarkt einschalten. Das Fernsehformat hat mich verloren.
Guildenstern - 22. Feb, 19:51