Live your life until love is found
Or love's gonna get you down
Mika
So true, but I only understand now.
Guildenstern - 14. Jan, 23:37
Glück kommt manchmal aus einem unbekannten Ort und anscheinend grundlos. Muss man es hinterfragen?
Guildenstern - 11. Jan, 22:29
Verzweifelter Zornesausruf meiner Biologielehrerin damals, als beinahe die ganze Klasse die simpelste logische Frage im Test falsch beantwortet hatte. (In der Realität hätte das dann ca 20 Babys zur Folge gehabt.)
Reminiszenz heute: Diesmal tue ich das meinem Teppich an. Das Denkvermögen meiner "Schützlinge" ist so gering, dass ich all mein Zeug nehmen und an die Wand klatschen möchte. Wohin rinnt die Denkleistung, die ein Zwölfjähriger hat? Braucht er wirklich alles, um seinen Hormonen gegenzusteuern? Wie kommt er im Alltag zurecht?
Ich werd wahnsinnig!!
Manchmal ist es von gravierendem Nachteil, niemals selbst aufsässig und lerntrotzig gewesen zu sein. Was soll man sich da in Erinnerung rufen? Mein Verständnis kann nur ins Leere gehen.
Guildenstern - 8. Jan, 20:23
Gestern habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Über-Nacht-Natur-Haarpackung ausprobiert. Ich hab zwar einen steifen Nacken, weil ich mich anscheinend im Schlaf verkrampfte, um den Kopfwickel nicht abzustreifen, aber meine Haare sind einfach wunderbar! Sehr zu empfehlen: Eidotter und Olivenöl, am nächsten Tag mit Shampoo auswaschen und genießen!!
Guildenstern - 6. Jan, 12:28
Lieber Herr Glattauer! Vielen, vielen, vielen Dank für so ein wunderbares Buch!!!!!!!!! Ich habe oft eine Phrasierung vielfach gelesen, und so vieles ist direkt auf den Knopf gegangen, der heiteres Glucksen auslöst! Auch stand ich permanent unter Strom und konnte deshalb nicht die gebührende Nachtruhe finden, musste heute morgen unverzüglich zu Ende lesen. Schaaaade, es ist schon aus!!!!
Guildenstern - 6. Jan, 12:23
Wenn es mich schon deprimiert, wenn mein Lieblingsjournalist für Texte, die ich gut finde, Online-Postings der eher mauen Sorte erhält, sollte ich dann wirklich selbst was veröffentlichen?
Guildenstern - 5. Jan, 13:20
Mmmmmmmm... Robert Downey Jr. it is. Da lese ich heute das ultimative Hirnentspannmagazin Seitenblicke und sehe ein Foto von Robert Downey Jr. Mmmmmm, der machte ja schon damals Ally McBeal sehenswerter. Und überhaupts alles, wo er war. Und dann fällt es mir auf: Mu erinnert mich nicht so sehr an meinen Kindergartenschwarm, sondern an Robert Downey Jr. Mmmm, was heißt das nun?
Guildenstern - 30. Dez, 14:50
Ich schaue nach dem Händewaschen auf dem Klo in den Spiegel und denke mir: "Na ja, Braun ist vielleicht echt eine gute Farbe für mich; den Pulli ziehe ich dann öfter mal an. I really am a brown kinda girl." (Ja, manchmal führe ich gedankliche und manchmal echte Selbstgespräche auf Englisch.) Schwupps, schon ist er da, der Titel: Brown girl in the ring, sha-na-na-na-na, she's a brown girl in the ring, sha-na-na-na-na-na. Plötzlich fühle ich mich an etwas erinnert. Boney M, Boney M, Boney M, woran erinnert mich das? Aaaaah! Sturzflug der Erinnerung: Vor einer Woche in der Kneipe! Da ertönt "Rivers Of Babylon", und ich kann endlich mitsingen. Mu grinst mich an. "Das kennst du?" fragt er. S lächelt und meint: "Ah, das Lieblingslied von Mu!" Und er singt inbrünstig mit. Darauf folgt eine ganze Runde von Boney-M-Titeln, und mein Gedächtniseintrag ist fertig: Er ist Boney-M-Fan. Ja, ich mochte die auch mal, aber irgendwie dann doch am liebsten, als ich zwölf war. Dann wieder in der Tanzschule, als ich Samba um Samba tanzte. Ich mach ihn mir grad madig, oder?
Er denkt wohl in dieser Zeit kein einziges Mal an mich. Die Logik des Verliebens trifft auch auf mich zu, aber ein Teil dieser Logik ist auch, dass man eingreifen und sich stoppen kann, was ich hoffentlich rechtzeitig getan habe. Kann sein, dass das Leben einen Mann für mich bereit hält, der so anders ist als ich, wie das nur möglich ist. Dass ich eine schwierige Aufgabe mit der großen L bekomme. Kann aber auch sein, dass ich einfach nur mal wieder richtig bereit gewesen wäre, nachdem O mich im Regen stehen gelassen hat, und dass ich es nun bedaure, schon etwas Anlauf genommen zu haben. Vielleicht war jedoch nichts sinnlos, weil ich den Geist der falschen Hauptrolle erkannt und ihm jeden Schrecken genommen habe.
Guildenstern - 27. Dez, 19:07
Die erhellende Samstagnacht brachte Folgendes zutage:
1) Sein Kleiderschrank beinhaltet auch optisch Reizvolles wie Hemden. Für die Arbeit scheinen allerdings Sweatshirts und Funktionsleibchen angesagt.
2) Er kann tanzen! Es war zwar kein Tanzlokal, und der Platz für jeden betrug auch nur ungefähr zehn Quadratzentimeter, aber mein Fachauge sieht das auf den ersten Blick: Der Mann hat Rhythmus, der Mann kann sich bewegen. Das macht ihn nicht gerade weniger sexy.
3) Den Kopf weggesoffen hat er sich nicht. Immerhin etwas Positives.
4) Er mag Schlager, oder zumindest kennt er so ziemlich alles, was an einem solchen Abend in solch einer Kneipe gespielt wird. Ja, mei, das hat man halt als Kind ständig im Radio gehört. Hmm, ich hab dann halt ein anderes Radioprogramm gehört. Die einzigen Umgebungen, in denen ich Schlagermusik aushalte, ohne innerlich und / oder äußerlich auszurasten, sind Hochzeiten, zu sehr später Stunde, aber eigentlich auch nur, wenn man die meisten Gäste kennt und ordentlich ausgelassen ist, und er. D.h. wenn er in solch einer Schlagerkneipe neben mir steht, dann ist der Schlagermist auch erträglich. Zumindest an jenem Abend war das so, aber nachdem der Abend auch noch weitere Erkenntnisse gebracht hat, wird mich das in Zukunft wohl nicht mehr beeinflussen.
5) Denn er hat sich äußerst professionell auch als nicht an mir interessiert gezeigt. Er hat seine Lippen oft gefährlich nahe meinem Ohr angenähert, aber eben "nur", um was reinzusprechen. Tja, die Ohren reagieren dann halt nicht nur auf den Inhalt der Worte, sondern massivst auf die Ober- und Untertöne. Jedes Härchen steht zu Berge, wenn er fragt: "Und, was hat er gekocht?" Wenn ich dann antworte und er lacht, dann ist mir das nicht ganz klar. Es war zwar alles nur lockerer Smalltalk, aber darauf mit Lachen zu reagieren, als ob ich ein Bonmot gemacht hätte, ist etwas deplaziert. Wirkt fast, als ob er gelacht hätte, egal, was ich gesagt hätte. Warum ich trotzdem weiß, dass er nicht interessiert ist? C's antennae are back, she just knows.
6) Ich hab schon einen recht strengen Blick, was Männer betrifft. Als sich Mu und Ma über einen weiblichen Lokalgast fast scheckig lachten, war ich drauf und dran, loszuheulen, weil da zwei Chauvis standen (und es mir bei dem einen nicht egal war). Nach einiger Überlegung wurde mir jedoch klar, dass man über solch eine Frau durchaus mal lachen darf. Wer sich so benimmt, der ist definitiv daneben. Puffmutti ahoi!
7) Ich bin recht eifrig beim Eifersüchtigsein. Na ja, wobei, so ausgeprägt war's nicht. Mein sechster Sinn sagt mir zwar, dass zwischen Kr und Mu irgendetwas war oder ist, aber klar erkenntlich ist natürlich nichts. Der Flirt mit einer rausgeputzten jungen Frau war natürlich ein Stich in der Magengegend. Dann, bei einem Schlager: "Der ist 1973 rausgekommen!" Blick zu Kr. Hmm. Ich weiß zwar, dass das euer beider Geburtsjahr war, aber willst du damit sagen, dass du dich bei Musik toll auskennst, oder willst du eine Verbindung zwischen euch herstellen?
8) Im Grunde wäre Al von seiner Art her etwas mehr mein Typ (musikalisch, sowas von vielseitig, interessiert an der Welt, wertliebend), aber die Anziehung im Gesamtpaket macht leider viel aus, und momentan kann ich mir nicht vorstellen, in den nächsten 20 Jahren mehr als einen Freund in ihm zu sehen.
9) Ich benutzte ihn auch mal kurz, um einen Aufdringlichen freundlich abzuwimmeln. Funktioniert eh sicherlich nicht bei vielen, aber der ließ dich davon beeindrucken, dass ich auf seine Frage, ob ich einen Freund hätte, erst nur "Warum?" fragte und dann auf seine Fingerzeige mit vielsagendem Schulterzucken reagierte. Als er auf Mu zeigte - vielleicht hatte auch er gesehen, dass ich von drei Stunden an diesem Abend ca. zwei Stunden und fünfzig Minuten fast Haut an Haut mit Mu gepickt war -, antwortete ich: "Vielleicht." Da zog er von dannen.
10) Mein Gesamteindruck ist, dass der liebe Mu vielleicht sogar ein Hallodri ist. Jedenfalls fühlte ich mich danach an eine Szene aus Jerry Maguire erinnert: Jerrys Junggesellenparty, eine Exfreundin in seinem Junggesellenfilmchen sagt über ihn "He's great at friendship, but he's bad at intimacy." Hmm, in letzter Zeit kann ich mich doch immer mehr auf meinen Bauch verlassen. Prove me wrong, aber ich denke, lieber Mu, dass du dir eigentlich selbst genügst und Damen nur als Schmeichelei brauchst, oder?
Guildenstern - 22. Dez, 23:13
Die Naddel ist also begeistert von H.C. Strache. Fernsehstimme kommentierend (so ungefähr): "Seltsam, dass die dunkelhäutige Naddel den rechts angesiedelten Strache unterstützt."
Seltsam? Mehr als das, andererseits aber wieder nicht. Das ist einfach ein Fall von völlig unreflektierter körperlicher Anziehung, ist mein Verdacht. Und außerdem womöglich einer von nicht allzu hohem IQ. Menschenkenntnis und Geschmack sind ja schon ein klitzekleines bisschen aus der Beziehung mit Dieter B. zu erkennen. Ich bin nun mal völlig herablassend und behaupte, der einzige schlagerliebende Mensch in meinem Familien- und Freundeskreis ist auch der einzige wirklich tolle solche Mensch. Ich behaupte jetzt mal, dass mein neuer und auch schon wieder vergangener Schwarm (well, let's wait a fortnight) auch eher nicht mein Typ ist. Schlager? Brrrr! Und man kennt ja Frau Abd El Farrags Musikgeschmack.
O-Ton Naddel: "Die feiern ihn hier wie einen Popstar, das ist echt der Wahnsinn!"
Ja, darauf kommt's ja auch an in der Politik, nicht?
Guildenstern - 22. Dez, 23:03