I wonder if there's a tooth for that, too. If it is pulled, will the troubles go away, too? Well, then again, there's not so much trouble in life as it is anyway. Sometimes I'm surprised at how little my conscience speaks up when I have certain thoughts, but that's probably because I don't actually think bad things and because some deep rooted belief still feels cheated by the events. Then again, things might just be going well, and my mind candy is just the icing on the cake.
Guildenstern - 25. Jul, 21:40
Once you've started to live your own life, it is surprisingly thrilling.
Guildenstern - 13. Jul, 10:34
Ich würde gerne einfach eines wissen: Was will der Dämon mir sagen? Will er sagen, dass
1) ich auf dem falschen Weg bin?
2) oder dass ich mich daran hindere, diesen Weg, der richtig ist, mit vollem Herzen zu gehen?
Damals, als ich noch die Augen geschlossen hatte, dachte ich "War es ein Fehler?". Doch als ich sie aufschlug, fühlte ich "Nein, es war kein Fehler."
Sollte ich nicht viel weiter sein als vor x Jahren und meine Weg ohne Klopfzeichen des Dämons finden? Damals nahm er mich so fest in den Griff, dass ich noch lange nach dem falschen Weg bei ihm blieb, weil ja so vieles falsch war, und durch ihn musste ich es nicht sehen und ändern. Und wie erkenne ich, ob das, was mich stört, etwas ist, das mich an mir stört oder das schlicht etwas ist, das ich aushalten muss, oder ob es etwas ist, was ich sagen muss, damit es verändert wird?
The book of love is long and boring
no one can lift the damn thing
it's full of charts and facts and figures
and instructions for dancing
But I, I love it when you read to me
and you, you can read me anything
The Magnetic Fields
Guildenstern - 28. Mai, 00:11
Soso. Wenn der Stachel nicht verschwinden will, dann muss es wohl einen Sinn haben, dass er existiert. Die Natur hat alles irgendwie sinnvoll eingerichtet, nicht? So doch sicher auch das feine, leichte Gefühl von "ah, da ist was, was nicht passt". Passt nun das, was ist, nicht? Oder passt das, was nicht ist, nicht?
Der Stachel ist wie die Idee, dass man, sagen wir, Sängerin werden wollte, und irgendwie einfach nicht akzeptieren kann, dass man nur eine mittelmäßige Stimme hat und das nichts mehr wird. Der Stachel ist wie das Gefühl beim Ansichtigwerden des Lieblingsintellektuellen auch nach der Information "meine Freundin...". Da war der Kopf aus, der Bauch sagte einfach "mmmm, sehr sexy!!!". Nun ist vermutlich eher der Bauch aus, und der Kopf spricht: "Mmm, sehr erstrebenswert! Das ist doch genau das, was du dir ausgesucht und was du erkannt hattest!" Frage an den Verstand: Warst du schon einmal verliebt? Antwort des Verstandes: Wie denn, wenn ich alles verstehen will?*
Vermutlich ist der Sinn des Stachels, dass ich nicht blindlings losrenne. Oder dass ich die Vergangenheit in dem Tempo loslasse, in dem ich nicht schwindlig werde. Mittlerweile ist es okay, wenn der Name fällt. Dann denke ich nur noch "Hmm, Spitzname unästhetisch, Original besser!", aber nicht mehr "Da hätte ich hingewollt." Ich denke, der Stachel fällt ganz langsam raus, ohne dass ich mich grämen oder sorgen muss. Und auf lange Sicht brauche ich mich auch nicht zu sorgen, denn irgendwie werden wir schon ein Teil des Lebens des jeweils anderen bleiben - nein, nicht der Stachel und ich. Dank WWW und diversen Netzwerken werden wir uns auch nicht aus den Augen verlieren, wenn er zu Mittag und ich zu Abend esse, zur selben Zeit, mit verschiedenen Partnern. Bloß wird er immer weiter in die Rolle des lieben Freundes rutschen, der der entscheidende Impuls war, dass ich mein Leben neu in Angriff nahm und ohne den ich den nicht kennen würde, der jetzt...
*Alfred Dorfer
Guildenstern - 10. Mai, 22:21
Soso. Da scheine ich nun doch meinem Unbehagen mit Schulen wieder näher gekommen zu sein. Vor ein paar Tagen, als ich im Turnsaal meiner eigenen Schule saß, wurde mir bewusst, dass ich nur dieser Schule verbunden bin und sein werde. An diesem Ort bin ich aufgewachsen, dieser Ort hat mich jahrelang geprägt. Andere Schulen waren immer nur die Höhle, die mich verurteilt und mir mitgeteilt hat, dass ich schlecht bin in dem, was ich tue, und dass ich nicht sein kann, wie ich bin.
Nun ist mir bewusst geworden, was mich an der Tätigkeit auf der anderen Seite des Pults so gestört hat, was meinem Naturell so zuwider gelaufen ist: Ich müsste zugleich sein und bewerten. Man kann niemals zugleich erleben, ganz da sein und gleichzeitig das prüfende Auge auf sich selbst und alle Anwesenden werfen. Vielleicht haben andere die Gabe, weniger tief in das Geschehen hineinzufallen und damit immer wieder an die Oberfläche zu tauchen und das zu beurteilen, was vor sich geht. Ich kann es nicht. Oder ich konnte es damals nicht. Und heute will ich es wohl nicht. Zumindest nicht dort, wo das Naturell derjenigen, die sich voll und ganz auf jemanden einlässt, gnadenlos ausgenutzt und manipuliert wird.
Ach, und es stellt sich heraus, dass ich sehr, sehr menschlich bin und keineswegs nun alle Menschen sympathisch finden kann, bloß weil ich selbst eine andere Einstellung zur Welt, zu meiner Welt, zum Leben und zu mir habe. Schülerin K, die ihrem Namen alle Ehre gemacht hatte, ist noch immer unsympathisch, wenngleich auch weniger, seit wir nicht mehr im selben Ring kämpfen. Und in der Reihe vor mir saß ein Kind, das im Bauch unangenehme Gefühle von Antipathie auslöste. Ein potentielles Aufmerksamkeitssuchtproblem. Aber ich mag irren.
Anyway, seit ich das Sehnen abgestellt habe, erreicht mich auch nicht mehr so viel wie davor. Gut, vielleicht lag's auch an dem, was geboten wurde, dass ich hauptsächlich im Kopf erreicht wurde.
Guildenstern - 21. Apr, 22:58
Just when I wanted to write "Today officially sucks.", floating in comes an e-mail by "formerly known as the one". It's nothing personal, but it's original and fun, and it heightens my state of confusion. Not because feelings suddenly bubble up again - they don't -, but because I am threatening to lose everything to hold on to. Am extremely out-of-sync today. (An occasion to applaud myself to doing things differently than I used to in such situations.) Had too much coffee on the train because the waiter had warned me that the de-caf was gruesome, but I needed the taste and the smell, so I had regular. Which only heightened my feeling of wanting to jump at someone. "Ping! Ping!" at the volume of a gunshot - the guy a few seats across seemed to suffer from hearing loss but still enjoyed receiving text messages on his cell. The guy in the seat behind me adjusted his tray by pushing it into my seat. The young woman near me started an argument on the phone. The conductor charged me 17 Euro - seventeen!!! - because obviously my railpass was invalid for the kind of ticket I had. (Apparently the 20 or so times no one had complained must have been a mistake on the part of all the other conductors.) The original price had been 14 Euro. 17 Euro for an "undeserved" reduction of 5 Euro. Yay! He strode off like an army general. Gee, thank goodness for uniforms and electronic equipment to show who's in charge! I couldn't listen to music and read at the same time, but I couldn't stand the acoustic scenery either. About 30 minutes before my destination I finally got engrossed enough in my book.
Ah, the book, one of those that only seem to fit now even though I've owned them for several years. Now the author speaks right to my very heart.
So that e-mail hit my in-box the very second I thought "shitty day" and only a little after I discovered there is still something unresolved because I am thinking of asking "formerly known as the one" to join me for a movie. I also consider all the repercussions and the numerous difficulties, and I hesitantly admit to myself that no, I really don't want to do anything anymore. Let things run their own course!
So, anyway, it's not the grandest of all days, but I'll go back to also seeing the nice things.
Guildenstern - 19. Apr, 14:08
Truly one thing I don't want to think about. Thinking often leads to assessing. Let's just leave it aside.
Guildenstern - 13. Apr, 11:52
Ganz kann ich ja nicht aus meiner Haut, und darum ist das "drüber Schreiben" auch noch nicht ganz im Gulli.
Die Vorband war gut, aber nicht das, wofür ich gekommen war. Dann die ersten Töne von "Rain" und alle Arme und Hände zum Klatschen und Mitwogen nach oben - ich fühlte mich am richtigen Ort und am Beginn von wunderbaren Stunden. Miiiiiiiiiiikaaaaaaaaaaaa! Der Mann hat die Musik im Blut und lebt sie so aus, dass es sich ohne Verluste überträgt.
Ach, was will ich eigentlich sagen außer: fantasmorgasmic! Bunt, bubbly, Schlagzeug und Bass, die einfahren, geniale Stimme, genial, genial, genial! Bis hin zum wahnsinnig tollen Perkussionsintro von "Lollipop", natürlich der letzten Zugabe. "What's the big idea?"
Hibernation's over, so over. Manchmal merkt man erst, dass man etwas loslassen wollte, wenn man richtig erleichtert ist, dass es weg ist. Jetzt geht's raus in die Welt zum Frühlingsschnuppern. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Und zum Willkommenheißen. Die Bärenhöhle ist leer; keine Löwen, keine Eichhörnchen, keine Entchen. Viel Platz für Mika zum Nachhallen. Yo, Mika, yo, Mi
Guildenstern - 28. Mär, 14:15
Ganz kann ich ja nicht aus meiner Haut, und darum ist das "drüber Schreiben" auch noch nicht ganz im Gulli.
Die Vorband war gut, aber nicht das, wofür ich gekommen war. Dann die ersten Töne von "Rain" und alle Arme und Hände zum Klatschen und Mitwogen nach oben - ich fühlte mich am richtigen Ort und am Beginn von wunderbaren Stunden. Miiiiiiiiiiikaaaaaaaaaaaa! Der Mann hat die Musik im Blut und lebt sie so aus, dass es sich ohne Verluste überträgt.
Ach, was will ich eigentlich sagen außer: fantasmorgasmic! Bunt, bubbly, Schlagzeug und Bass, die einfahren, geniale Stimme, genial, genial, genial! Bis hin zum wahnsinnig tollen Perkussionsintro von "Lollipop", natürlich der letzten Zugabe. "What's the big idea?"
Hibernation's over, so over. Manchmal merkt man erst, dass man etwas loslassen wollte, wenn man richtig erleichtert ist, dass es weg ist. Jetzt geht's raus in die Welt zum Frühlingsschnuppern. Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Und zum Willkommenheißen. Die Bärenhöhle ist leer; keine Löwen, keine Eichhörnchen, keine Entchen. Viel Platz für Mika zum Nachhallen. Yo, Mika, yo, Mi
Guildenstern - 28. Mär, 14:15