Mittwoch, 11. Februar 2009

Ein Mensch, ein Mensch

Ich stehe in meiner Funktion als Aufsichtsperson rum. Sissy kommt auf mich zu, und ich kann den Blick fast nicht von ihrem krude aufgemalten stichblauen Lidschatten abwenden. "Der Herr Dohm!" Ich denke: "Jaaaaaa??" "Wir haben jetzt ja den Herrn Dohm in Vertretung." Aha. Danke für die Info. "Was ist denn das für ein Mensch?" Ach, was bin ich doch froh um die Gabe, nicht jedes innerliche Lachen nach außen transportieren zu müssen! Warum? frage ich. "Na ja, ich will gerne wissen, was jemand für ein Mensch ist, wenn ich ihn in der Vertretungsstunde habe." Aha. "Meinst du nicht, Sissy, dass das viel spannender ist, wenn du das selbst rausfindest?" "Ah ja, da haben Sie Recht!" sagt sie und rauscht ab. Eine seltsame Person. Aber irgendwie auch erheiternd.

Freitag, 30. Januar 2009

Man möchte Augen auskratzen

Trulla, Truschen, Tussi, unglaubliche Rotzpippn.

Breathe!!! Caaaaaaaaalm. Inner poise! Ich bin die Erwachsene. Vierzehnjährige Gören können mir nichts anhaben. Vierzehnjährige Gören bekommen die Konsequenz schwarz auf weiß. Vierzehnjährige Gören dürfen nicht angefasst und geschüttelt werden, weil es ja ein Verbot von körperlichen Strafen gibt. Vierzehnjährige Gören würden sich über meine Wutexplosion erst recht freuen. Zu Hause darf ich ein wenig explodieren, da sieht es ja niemand. In der Schule erfahre ich nur mittlere Befriedigung, wenn ich sie auf Englisch angifte und sie dann wie ein paar Autobusse dreinschauen, obwohl sie alles verstehen müssten. Diese gnadenlose Unselbständigkeit, dann noch gepaart mit der Ansicht, selbst gottgleich alles zu wissen und den doofen Erwachsenen doch haushoch überlegen zu sein, die bringt mich an den Rand meines Verstandes. Ich pack es einfach net. Oder, in den grässlichen Worten meiner Schüler: I checks net.

P.S.: Nein, so war ich NNIIIIIEEEE!!!!

Sonntag, 25. Januar 2009

Tender is the night

Dreizehn Jahre zurück in der Zeit. Aus einem mir nicht mehr präsenten Grund habe ich angefangen, Blur zu hören, und das hat mich an meine Uni-Zeit erinnert. Blur oder Oasis? Sonnenklar: Blur!!!! Ich hab zwar ein Oasis-Album und (noch) keines von Blur, aber damals, vor Morning Glory, da war doch eindeutig Blur besser. Jetzt höre ich sie wieder und vor allem mehr, nicht bloß "Country House", und da ist es noch sonnenklarer: Mann, sind die gut!!! (Und immer noch besser als die selbstherrlichen Oasis, die sind ganz okay.) Tja. Ich gebe es unumwunden zu: Es tut ganz einfach der Seele gut, etwas gefunden und erkannt zu haben.

Freitag, 23. Januar 2009

Oliver, you'll take it home

Wenn es sich um bestimmte Typen handelt, habe ich einen Riecher. Den hatte ich bei DSDS 3, da war mir von Anfang an klar, dass Tobias Regner gewinnen musste und würde. Da hab ich bloß nicht so mitgefiebert wie bei Thomas, oh, Thomas! Thomas Godoj hat mein Leben letztes Jahr doch ziemlich auf den Kopf gestellt, und zwischen Januar und Juni - na ja, die Nachwirkungen hören ja bitte nicht am Tag nach dem Finale auf - war ich unterbewusst bis sehr bewusst Thomas-zentriert.

Ich hab so ein Gefühl bei Oliver. Wimmer soll er heißen, aha. Egal, ich schwärme nicht - Hallo! Der ist ja 17! - und ich verfolge nicht. Schon gar nicht fanatisch. Aber wenn ich freitags fernsehe - oder, wie jetzt, "zufällig" in Youtube reinstolpere -, dann freue ich mich nur auf Oliver. Gut, manch(e) andere(r) kann auch gut singen, aber nur Oliver hat das Unverkennbare, das Bezaubernde, das wundervoll hundertprozentige Einzigartige. Tja, er braucht mich eh nicht als 100.000sten Fan, denn ich werde trotzdem so schnell nicht zu einem. Thomas war der Einzige, der meine Welt so verkehrt und so verzaubert hat. Hört auf mich - wen's interessiert: Oliver wird das Ding gewinnen. Ob ich diese Entscheidung im Fernsehen ansehen werde? Hmm, wenn, dann nur mit dem Zeigefinger über der Stummtaste, damit ich das Dumpfbackendazwischengeplappere nicht höre.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Surprise!

Habe entdeckt, dass das Einzige - gut, das Einzige neben Musik -, das mich von einer unglaublichen Spannung (besch*ster Schüler aller Zeiten) herunterbringt und glücklich macht, das Sitzen am Computer und dort Schreiben ist. Obwohl ich grad schon lieber schlafen würde. Schlaaaafen.

Sonntag, 18. Januar 2009

Schneeflocken in der Wohnung

Was an einem am Sonntag zum Zorn gereicht:

Der Chenille-Teppich, den man in der Waschmaschine gewaschen hat, hinterlässt an der unvorsichtigerweise mitgewaschenen hellen Wäsche Mengen und Mengen und Mengen an Wuckerln. (Hierzulande nennt man sie wohl Flusen. Und, nein, auf eine-Fluse-auf-Ihrer-Bluse-Tricks von Dr-Schmidt-gleichen Männern falle ich nicht mehr herein, welcome to those associations!) Nun habe ich schneefallgleiche Zustände in meiner Wohnung, und mit magnetischer Sturheit klammern sich die weißen Wuckerln überall an, wo es passend oder unpassend ist. Zum Wahnsinnigwerden? Ja, leider. Darf man nur nicht zulassen.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Lollipop

Live your life until love is found
Or love's gonna get you down

Mika


So true, but I only understand now.

Sonntag, 11. Januar 2009

Well

Glück kommt manchmal aus einem unbekannten Ort und anscheinend grundlos. Muss man es hinterfragen?

Ab jetzt Hauptrolle!!

Guildenstern hat die Seite gewechselt.

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