Was hat der heutige, hmm, jetzt vergangene Tag gebracht? Ich habe eine Begegnung mit einem der Arschlöcher dieser Erde erlitten. Well, thank God for penis substitutes! How else would we know little minds from a mile? Wieder einmal hab ich dabei Robbie Williams zuhilfe genommen. Für alle, die manchmal einen Sandsack zum Boxen bräuchten, weil es einfach nicht mehr geht, diesen wahnsinnigen Zorn in sich drinnen zu halten, sei "Karma Killer" ans Herz gelegt. Ist super und hat mir schon durch Trennungsnächte und dergleichen geholfen.
Was noch? Mein Lieblingslied von Grönemeyer ist "Ich will mehr", wie das allerdings hierher oder dazu passt, außer dass ich alles in der überschäumenden Freude über Thomas' Einzug ins Finale vereine - ich hab mitgeholfen! ich hab mitgeholfen! ich hab mitgeholfen! - who knows?
Meine Nachbarn werden sich wohl nicht so über das dumpfe Trampeln gefreut haben, als ich, ganz Teenager, nach "Der Erste im Finale ist .... Thomas!!!!!!", auf und ab gehüpft bin. Meine arme Mama und meine arme Schwester werden sich nächsten Samstag damit abfinden müssen, eine völlig abnormal extrovertierte Frau vor dem Fernseher nerveln zu sehen. Well, is it my fault that such a great, wonderful, gorgeous character has suddenly appeared on stage?
Wer kann sich noch an Esther und Abi Ofarim erinnern? Welch wunderbare Stunden hab ich mit deren LP verbracht! Schmacht, schmacht. Mein Lieblingslied:
Every girl that sees him
as he passes by
tries to find a reason
just to catch his eye
but his eyes don't see
anyone but me
he's mine he's mine, yes he's mine
Guildenstern - 11. Mai, 01:04
Ich mag nicht nur die Kunst, ich mag die Künstler hinter der Kunst. War wohl schon immer so. Ist vielleicht auch trivial. Jetzt habe ich einen neuen entdeckt, in einer wunderbaren Folge des wunderschönen "Cold Case": Anthony Starke. Der hat was. Der hat eindeutig was. Der hat echt was.
Guildenstern - 7. Mai, 22:48
Der ultimative Hinweis, dass das, was eh schon seit Jahren nichts ist, was man auch schon lange als nichts erkannt hat und nun auch als nichts spürt, wirklich ein Nichts ist: Er kriegt mit einer anderen Frau ein Kind.
In gänzlich anderer Sache: Gut irgendwie, dass ich das am Freitag noch nicht wusste.
Guildenstern - 4. Mai, 21:06
Just for the record: This is the first time I've had to cry out of despair at what's ahead and what my life is like. I've made it through two months of bracing myself against the unpleasantness of a job that sucks and dealing with the consequences of my actions. Apart from tears at terrible headaches and at a sad sad movie, I've been optimistic, in a good mood, strong, self-assertive, open, good to myself. But I guess there's an end to everything. I feel I might break.
On a more positive subject, I've come to think that the magic of last Friday was that there was no magic anymore. He and I, we were on one level, the pedestal gone, the idol just a man. An attractive one at times, but not the man of my hopes and dreams anymore.
Guildenstern - 4. Mai, 14:29
Wenn jemand aus dem Telefonbuch verschwindet, heißt es vermutlich nur, dass er eine neue Nummer hat, die er nicht zu registrieren wünscht, oder? Ne, nicht dass es mein Leben irgendwie beträfe, aber ich denke in Dimensionen meines Buches. How's it going to end?
Guildenstern - 3. Mai, 16:03
Frau-TV
Frau-TV
Frau-TV
Frau-TV
Frau-TV
Frau-TV
Frau-TV
Guildenstern - 3. Mai, 16:01
Habe gerade in einer etwas krankheitsbeeinträchtigten Form eine Wiederholung von Frau-TV gesehen und schon wieder festgestellt: Das ist es!! Das ist es einfach!!! Einerseits ist sie eine der besten und notwendigsten Sendungen, andererseits schlägt mein Herz einfach immer schneller und höher, wenn es um Feminismus geht. Wann werde ich endlich in diesem Bereich etwas tun, arbeiten? Wann immer es darum geht, fühle ich mich angekommen, endlich mit mir eins, endlich richtig. Warum gebe ich nicht meinen jetzigen lästigen Job auf, ziehe aus, um, was auch immer, etwas mit diesem Thema zu tun? Vielleicht erst mal etwas studieren, viel lesen, vielleicht auch kopfüber wo einsteigen. (Schließlich warten ja alle auf mich.) Hier kann ich jedenfalls, schätze ich, mich nicht wirklich einbringen. Ich kann es noch immer nicht richtig auseinanderhalten, aber ich glaube, es ist nicht nur die Zeit, es ist hauptsächlich die Region. Hier ist es anders. Hier gibt es nur Prolo und Schicki. Es ist mir noch kein offener Machismo begegnet, aber das Frauenbild scheint auch außerhalb der Scheinwelt, in der ich bin, einfach von früher fortgeführt zu werden. Anderes wird totgeschwiegen. Und in der Scheinwelt sind außerdem auch maximal die Autoritäten feministisch, aber längst nicht alle. Auch hier gibt es Püppchen. Bevor ich nur noch meckere, lasse ich mein Fieber Fieber sein, erfreue mich des dösenden Halbdenkens und sage adieu für heute.
Guildenstern - 3. Mai, 15:50
Prollheim ist noch wach. Das höre ich an den Ooh-und Äääh-Grölern. Das hörte ich auch vorgestern um vier Uhr nachts, als eine Glasflasche am Asphalt zu Bruch ging. Prollheim ist erstaunlich prollig. Sogar der eine Audifahrer, der mich an der Kreuzung in S blöd geschnitten hat, hatte ein Prollheimer Kennzeichen. Paranoia??
Guildenstern - 3. Mai, 00:29
Ich beginne es so zu empfinden, dass diese Kommunikation in eine ungute Richtung geht, weil wir uns wahrscheinlich schon hätten treffen sollen, und so kommunizieren wir aneinander vorbei. Mäh!
Guildenstern - 3. Mai, 00:27
I guess now it's time for me to give up, I feel it's time.
Ich hasse dieses Gefühl, dass mir alles davonschwimmt. Ich weiß zwar, dass ich es schaffen kann, weil ich einfach nicht aufgebe und die Straße nach oben, nicht nach unten führt. Aber dieses Gefühl der Enge in der Brust, des Stechens beim Atmen, des Schraubstocks um meinen Kopf lässt meinen Optimismus sinken. Obwohl - Optimismus? Ich bin wieder mal an einem Punkt, an dem ich aus dem System aussteigen will, weil es das System war, das mich hierher gebracht hat.
Von morgen erwarte ich mir daher nicht allzu viel. Ich weiß, dass der Ausflug in meinere frühere Stadt - Heimat? Nie! - eine gewisse Flucht in bessere Gefilde ist. Ich erwarte mir aber nicht nur bessere Luft, sondern auch schon lange nicht mehr genossene beißende Intelligenz, Intellektualität, Ironie und wunderschöne blaue Augen. Na ja, deretwegen fahre ich ja nicht hin. Ich werde auch dieses Mal sicher nicht in jener günstigen Lichtposition sitzen. Ich werde auch nicht nachher noch was trinken gehen, um dabei seinen Weg zu kreuzen. (Erstens ist es alleine gar nicht schön, in einem hippen Lokal rumzusitzen. Zweitens wüsste ich jetzt nicht, was so toll daran wäre, wenn ich wieder danach gefragt werden würde, ob ich den Aschenbecher entbehren könnte. Außer einer Viertelsekunde Herzinfarkt. Gefolgt von, eben, den Infarktfolgen, ne, isses nicht.) Schon gar nicht werde ich warten und auf ein Autogramm oder ein Pläuschchen hoffen. (Äh, ich hätte ihnen da vor zwei Jahren ein E-Mail geschrieben, das mir jetzt wahnsinnig peinlich ist. Daher würde ich mich gerne entschuldigen, weil sie mich dann noch einmal erfasst, die knochentiefe Peinlichkeit.) Aber in der Rolle, in der alle andert paarhundert Menschen dort sind, darf ich es genießen, bis ins Innerste glucksen oder das Lachen vor Hinterhältigkeit verschlucken. Ich will leben, und das ohne Kompromiss.
Tja, doch kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass ich nicht ganz lebensfähig bin.
Ich kann nur ahnen, wie's dir geht, wenn man auf einmal nicht mehr drübersteht. In my case, make that 10 years.
Guildenstern - 1. Mai, 22:24
Sometimes all it takes is a friend reminding you of something you've done wrong to give you a blow to the stomach. Actually, rather than reminding, it was more like telling. It sounded polite, but when can you ever be sure if it's just printed? I guess I've just reached the point where someone has acquired enough miscredit to stay off the pedestal. Well, I'm not dissing the friendship, no, but I guess I finally have to find a way to deal with conflicts. Maybe, like, tell the person when something's bugging me? I'm no doormat, and, ironically, she's just the person who has taught me that unknowingly. Ah, let's forget about it. People whom I love have power over me, that's life. If I know and trust myself well enough, I should know that I love only those who don't use that power. If hurt happens, it's not the means.
Funnily, when I look at A's pictures of me, I remember being deeply hurt and not wanting my picture taken. Can't there be a different way?
Guildenstern - 23. Apr, 20:50
David Hyde Pierce
David Hyde Pierce
David Hyde Pierce
Here's what my dictionary says: handsome, witty, intelligent, sexy, attractive, just my sense of humor, did I day handsome? Here's what else it says: Men like him mint my expectations.
Guildenstern - 15. Apr, 19:27
So, was ist nun mit der großen Liebe, die jetzt draufkommt, dass sie mich und nur mich liebt? Es kann doch nicht sein, dass das einzige, woran ich je geglaubt habe, mir entrissen wird, ich so allen Fundaments beraubt werde? Bitte, wenn schon Kettenmails nicht funktionieren, was denn dann? Uäääääähäääähäää!
Aber, ein bisschen ernster nun, ich würde ja jemanden, der plötzlich daherkommt, schon sehr suspekt finden. "Äh, ich hab dich zwar seit x Jahren nicht gesehen, aber ich kann nicht mehr ohne dich leben." Häh? Ich meine, häh!?!?!
Irgendwie kommt es mir plötzlich so vor, als ob ich tausend Fäden in der Hand hielte und zu hibbelig wäre, um auch nur einen zu behalten. Ich bin zu müde, um zu arbeiten, zu wach, um zu schlafen, zu hungrig, um nicht zu essen, zu satt, um was zu essen, zu deprimiert, um an morgen zu denken, zu gut aufgelegt, um zu heulen. Mein Kopf drückt und drückt und drückt. Ist es das? Ist es das 100-Kilo-Gewicht auf meiner Schädeldecke, das sich zu einem waschechten Zentner auswächst?
Ich glaube, morgen ist es Zeit für Sport, finally.
Um dem hier nun wirklich den Geschmack des Potpourris zu geben, ich habe mir natürlich wieder "Frasier" auf DVD ansehen müssen - ohne funktioniert mein Tag momentan nicht so richtig. Und meine Vorliebe - I like to call it fondness - für Niles hat ungeahnte Ausmaße angenommen - in einer Szene, als er vor einem Haufen Viertklässler - why does fourth graders sound infinitely better? - einen Sicherheitsvortrag halten soll, dann aber über Hygiene spricht, schließlich einen großen Erfolg und so eine kleine Heilung eines Kindheitstraumas erfährt. Bevor er nämlich gut ankommt, kommt er erst mal schlecht an und brüllt die Kinder an. Und was denke ich? Ich werde mir bewusst, dass ich diese Kinder auch angeschrien hätte, einfach weil sie Kinder sind und ich Kinder momentan ganz schwer nur aushalten kann. Mann, was sagt denn das über mich aus? In beinahe jeder Stunde ertappe ich mich dabei, wie ich einmal kurz aufgebe, um mich dann doch noch zusammenzureißen und den Faden nicht an die Klasse abzugeben und mich an der Information ausrufen zu lassen. ("Die kleine --- hat ihre Mama und ihren Papa verloren und wartet bei der Information." Ja, ich geb's zu, den Schmäh hab ich von Herrn Maurer, aber er ist ja gut.)
Wenn ich es mir recht überlege, besteht mein größtes Vergnügen momentan aus Schreiben, wenn es meist auch nur unüberlegtes Blabla ist. Meine anderen Vergnügen sind (in no particular order):
* Frasier on DVD - und die Folgen, die ich noch nicht kenne, neigen sich dem Ende zu. Buhuuuu!!
* Fußbäder
* Wannenbäder mit basischen Zusätzen - bloß heute würde, glaub ich, mein Herz explodieren, weil mir eh schon so komisch ist und ich nicht weiß, woher das kommt
* meine Wohnung umordnen, na ja, eigentlich erstordnen, damit ich nicht mit jedem Schritt etwas beiseite schieben muss
* Tagträume von Gesprächen mit meinen Nachbarn von eins höher, in denen ich ihnen sarkastisch, ganz julialike, nahelege, dass sie doch bitte das Trampeln und die Urschreie mögen sein lassen
* Spaziergänge und Gespräche mit Ht, die leider immer doppelt so lange sind wie geplant
* Erinnerungen an den famosen Urlaub - juhuuu! wo kam denn nu das "famos" daher? *kindischfreu*
* planloses Surfen im Internet
* nicht so planloses Surfen im Internet mit gezielten Kurven zur Community meines DSDS-Favoriten - I'm hooked
Der Erste, der in meine Kopfwehwolke, durch den Wattebausch, in die Fettschutzschicht und spürbar in meinen Bauch getroffen hat, war ein Studiogast in dem beinahe unsäglich nichtssagenden Nachmittagsprogramm im ORF, der über Süchte sprach. Und da sagte, Süchtige wollen aussteigen. (Wollen nein sagen, sag ich jetzt mal.) Es gäbe eine Werteverengung, sagte er, heute zähle nur noch Leistung und sonst nichts. Päng! goes my heart!! Strange, ich meine, seltsam, dass ich dies als so akkurat und als so dringlich und zentral erlebe, die ich noch vor dem ersten Schultag alles immer toll konnte. Na ja, fast alles. Ich konnte keine Rückwärtspurzelbäume. Ich konnte keine (80er-Jahre-grottenhässlichen) Laufshorts anziehen, ohne wie das Moppelchen auszusehen, das ich war. Ich konnte meiner Ex-besten-Freundin nicht verzeihen. Ich konnte dem Bully in meiner Klasse nicht die Stirn bieten. Ich konnte nicht klein sein. Ich konnte die Anwesenheit des Jungen nicht so auf mich ziehen, wie es meine Freundin tat, obwohl sie das gar nicht wollte. Ich konnte nie unter den Ersten in eine Mannschaft gewählt werden. (Why don't gym teachers once and for all change that cruellest of all methods?)
Ich bin wohl etwas abgekommen. Etwas seltsam ist es doch, dass jemand, der wie ich immer top notch war - Mann, ich kann es einfach nicht sagen! Ich war gut! Fragt sich nur, nach welchen Maßstäben? -, dem Leistungsprinzip absagt. Oder gerade nicht? Warum hat es mich nie in einen Karriereberuf gezogen? Und warum hasse ich es am allermeisten an diesem Beruf, den ich nun habe, dass die Gesellschaft sich eins zu eins auf das System und auf unsere Klientel abbildet, sodass wir, sodass ich mit einem Haufen unfähiger Tyrannen zu kämpfen habe?
Well, I guess I ain't going back to whatver non-topic I started with. Give me some water and a Tylenol. As strange and as confused all of this is, one thing that seems to be coming up out of the fog, the mist, the muck, the sadness, is that I'm getting back to the lively, feisty, happy me that I was eight years ago, when I presumably had the time of my life. (Although, eight years ago at this very time I kinda found out I loved the guy and I kinda became aware that we'd be some 5000 miles apart. That kinda brought me down.) To that happy me from years ago, add the life and wisdom of eight years, and you got: me! I became acutely aware yesterday that this is actually the first spring of my life!!! I have always been in some struggle that had me tied down. Well, you could argue that the spring I graduated was pretty good, too. Yes, it was, actually. But I was still too caught up in barely breathing again and in seeing the following year ahead of me. And I didn't have the minty fresh taste on my tongue of a decision that could only come with experience: This isn't it. This so isn't it. I am definitely not going there again. Three and a half months and I'm through with it! I need to get on my feet to get something else, but I am definitely not going to do this again. Ever, ever, ever.
Well, gotta go, gotta check out what someone's answered to my contribution in the forum.
Guildenstern - 14. Apr, 18:11