10.10.08
"Numb" (U2)
Guildenstern - 10. Okt, 21:19
Rerun of Gilmore Girls. Zur Erinnerung: Es ist Winter in Stars Hollow. Jess kommt zurück, um sein Auto zu holen und sich mit den meisten zu kabbeln. Nach ein paar aufwühlenden Begegnungen mit Rory, die gleich wieder mit "Bin schon weg!" enden, kommt es zu einer erheiternden und doch ergreifenden, mitnehmenden Szene, in der Rory verlangt, er solle doch endlich sagen, was er sagen wolle. Schließlich habe sie, nachdem er einfach abgehauen war, ein Jahr damit verbracht, über ihn hinweg zu kommen.
Rory: Was hast du mir zu sagen?
Jess (nach langem Zögern): Ich liebe dich.
Sagt's, dreht sich um, hüpft ins Auto und braust weg.
Ich früher: Aaaww! Wie romantisch! Er mag sie so sehr! Aaww! Da ist noch Potential! Aaww!
Ich jetzt: Aha! Und da wundert es noch irgendjemanden, dass er nicht Beziehungsmaterial ist? Welcher Mensch würde es wohl gut finden, wenn einem jemand seine Liebe gesteht und dann richtig verantwortungsvoll abbraust? Inwiefern ist das denn toll? Da spricht durchaus dieselbe Person, die noch vor einem Jahr mit Freundinnen scherzte, dass so jemand wie Jess interessanter sei als Dean, weil er verwegener ist. Ja, schon. Aber inwiefern ist das toll, wenn er abbraust? Mein wünschenswertes Niveau von innerer Zerrissenheit, Kampf mit irgendetwas, Schwierigkeiten und dementsprechendem schwierigem Verhalten ist im letzten Jahr gesunken. Bin ja kein Fußabstreifer! Kein Wohlfühlkuschelkachelofen!
Guildenstern - 10. Okt, 21:04
Christian Bale
Weil er so intelligent, so sensibel, so weich und so stark ist. Weil er kein Macho ist, sondern nur wahnsinnig gut und wahnsinnig fesch. Oh me oh my!!
Guildenstern - 10. Okt, 21:01
Joachim Löw
Weil er einfach so sophisticated und down-to-earth at the same time und so verflixt schön anzuschauen ist. Fesch, männlich, kräftig, zart.
Guildenstern - 10. Okt, 20:59
Eben im Fernsehbeitrag gehört: "...in seiner Osteuropa-Triologie." Ja, richtig: Triologie. Mir scheint in letzter Zeit vermehrt, dass Leute sich öffentlich was sagen trauen, die nicht wirklich viel Wert legen auf oder viel Zeit investieren in klare und klar formulierte Gedanken. Also wirklich, Triologie!!
Guildenstern - 10. Okt, 20:56
It used to bug me not to be able to make it plain and clear to someone that I was ignoring him. That inherent impossibility nagged me, nagged me, nagged me. How on earth would he - well, it was usually a he who provoked that kind of feeling - know I wanted to twist my heels on his chest? Stab my looks like daggers in his eyes?
I'm not sure but I might have understood that all that's beside the point. How would I ever get his poison out of my system if I yearned for something like that? Wouldn't I be the one who suffered forever and ever and ever?
For the record, let me state that I'm neither a sage nor a saint, that I am well aware of the twisted emotions I'm still in, which involve wanting to shout at him and demanding an explanation and in the next moment being way too cool and grown-up and mature for that kind of behavior, instead just going on with my life, cleaning my veins of the last traces of hope and rage and demand for justice or justification.
Tell me why you led me on!
No, wait, keep going, I'm not keen on presenting myself as a needy clinging female being, possibly confirming prejudices you quite possibly have.
Wait, wait, wait! How could you? Are you so two-faced. Or am I so dumb? Or is it both?
I guess the chemistry was solely in my brain. But I demand the right to stay emotional, angry, upset for a few days, as long as it takes me to sweep the floors of my relationship sanctuary. Sod you, though, sod you!! Inner poise!! Inner poise!!!
Guildenstern - 9. Okt, 22:37
"Unglücklich zu sein macht dich nicht besser als die anderen. Es macht dich nur unglücklich."
(Dr. House, addressee of course)
I'll think about it again tomorrow. Today's my flu-y O-missing down-low day.
Guildenstern - 9. Okt, 18:42
9.10.08
"And so it goes" (Billy Joel, hero of my growing up revelations)
In every heart there is a room
A sanctuary safe and strong
To heal the wounds from lovers past
Until a new one comes along
Really? Really really?
And I would choose to be with you...
(well, at least for as long as it would take to find out whether I would)
Guildenstern - 9. Okt, 18:26
... you're the only one who knows.
In every heart there is a room
A sanctuary safe and strong
To heal the wounds from lovers past
Until a new one comes along
(Billy Joel, who else?)
And just exactly how many times am I led (by myself, obviously) to believe there actually might be someone and that a certain someone might be that someone? And just how exactly am I supposed to cope? I know I am resilient. I know I'm stronger than I think. But somehow it feels that when it comes to love, I've done nothing but cope all my life. I've been the rejected one, the unloved one, the one smiled down upon, the one taken for granted but not for a lover. Sure, I've put down offers or advances, too, but only because they were from dull guys or people I wasn't in love with at the time. Hmm, is there a difference, though? Well, yes. In recent years I wasn't just rejected at first sight, I was tested and then thrown away. I was tried and found unworthy. I was deemed worthy of some effort, then not enough. I've had my hopes raised, then crushed. There's been the professional flirter whom I didn't find out fast enough - which might be the understatement of the decade -, but then there's also been this regular guy, warm, attractive, interesting. He's tossed me out, too.
I just don't think I can ever raise my hopes again high enough to attract a man in the first place. If I go around showing my ne'er-goin'-to-happen-anyway-attitude, I can just as well throw my romantic ideals a burial party.
Guildenstern - 9. Okt, 18:10
"They were each hermetically sealed against the world, hungry to taste it yet terrified to let it in in case it revealed their inherent childishness, unworldliness, uncoolness."
Jewell, Lisa. Vince & Joy. London: Penguin Books, 2005. p 472
Guildenstern - 9. Okt, 11:45
Eine schwere Krankheit ist kein Spaß, aber wenn eine sie einen Namen hat, dann hat man zumindest etwas zum Anhalten. Für mein Leiden gibt es noch keinen Namen, weil niemand etwas findet, sich nichts als irgendetwas herausstellt, alles Untersuchte (angeblich) unauffällig ist. Warum bin ich dann aber nicht gesund? Ich bild mir doch nicht alles ein!
Guildenstern - 9. Okt, 11:41
8.10.08
"Shaking the Tree" (Peter Gabriel)
Eigentlich heute nicht sein, sondern mein Lied. Vielleicht, weil er heute aus ist? Also, er als Idee, Annahme, Hoffnung?
Changing your ways, more than any man can do.
Guildenstern - 8. Okt, 19:35
Von der Internetseite des ORF, orf.at, 8.10.08, 19:30:
Eine weitere von Haider und Strache geplante Maßnahme soll die Gründung einer überparteilichen Plattform "SOS Demokratie" sein. Persönlichkeiten aus allen politischen Lagern seien eingeladen, für einen Ausbau der direkten Demokratie sowie der Minderheitenrechte einzutreten.
Noch Fragen? Oder ist eh alles klar? Die Dreistigkeit, die Unverfrorenheit, die Chuzpe sind eigentlich zu erwarten gewesen, aber dann für eine außer Sichtweite der rechten Grenze Angesiedelte doch atemberaubend hässlich. Man fühlt sich außerdem an eine schlimme Klasse erinnert, in der zwei, drei Verhaltenssorgenkinder sitzen, die man wohlwissend nie in den Griff kriegen wird, weil sie wiederum wissen, dass sie, was Listen und Tücken betrifft, den Lehrern um Längen voraus sind und sich mit Tricks einfach immer wieder auch den einen oder anderen Bewunderer unter den Mitläufern in der Klasse verschaffen können. Obwohl man an das Gute im Menschen glaubt, ist man von den Abgründen, die man in den Augen dieser Schüler sieht, entsetzt, ob ihrer fassungslos.
Guildenstern - 8. Okt, 19:25
Mir scheint, das ist der erste dreifache Fluch auf diesen Seiten, und es sind auch ein paar der ganz wenigen Schimpfwörter überhaupt. Damit ist mein Überdruck auch schon wieder ein bisschen verpufft, aber nur ein bisschen. Leider zumindest so weit, dass ich wieder an der Klippe hänge, an jener der Unentschlossenheit. Vorhin noch baute sich der Entschluss ganz rasant in mir auf, dass ich ihn einfach anrufen würde. Einfach nur so fragen, wie's geht, und schauen, wie er diesen Überfall aufnimmt. Nach meinen Einschätzungen hab ich relativ wenig zu verlieren.
Nachdem das aber nur das Nebenprodukt war, ist das in der Luft Hängen auch schon irgendwie egal. Meine Abneigung gilt der Welt. Ist es zu fassen, wie bescheuert, wie schlecht und wie wahnsinnig und wie leer und, im Vertrauen, wie beschissen sie sein kann? Ist??? Die Wurzel liegt vielleicht eh wieder in meiner falschen beruflichen Verortung, aber die ist mir heute wurscht. Mich bringen Leute wie diese in Rage: Ich sitze im Bäckercafé, arbeite, vor mir meine leere Cappuccinotasse. Rums! Auf einmal fliegt diese in den Händen einer mir unbekannten Frau, die nicht im Café arbeitet, hinüber zur Theke. Die hat glatt vor meinen langsamen, weil ungläubigen Augen meine Tasse abgeräumt. Was, wenn ich noch den Schaum hätte runterkratzen wollen? Was, wenn ich den Zucker hätte mitnehmen wollen? WAS BILDET SIE SICH EIN????? Und, nein, bevor irgendein Gesicht fragt, ob ich überreagier: NEIN!!!! Die Welt geht nicht von heute auf morgen unter, die Welt geht an der riesigen Summe aller kleinen Gemeinheiten, Achtlosigkeiten, falschen guten Taten, Übervorteilungen, Respektlosigkeiten zugrunde. Diese Frau steht heute für alles Übel in der Welt. Na ja, fast!!! Die Impertinenz ist aber noch immer so unglaublich, dass ich drohe, meine Tastatur durch meine Oberschenkel hindurch aufs Sofa zu hämmern!!!!
Alles, einfach alles, was mir heute entgegenkommt, ist absolut bescheuert. Als ich aus dem Markt gehe, schleppt ein Mädchen eine Packung mit der Aufschrift "Wetten, dass...?", und ich denke "Häh?". Dann fällt mein Blick auf den Namen des Produkts: Truck. Aha. Ich frag mich ernsthaft, wie es Leute seit Generationen faszinieren kann, was bei dieser sterbenslangweiligen Sendung mit Lastwägen passiert. Leute, ein Truck ist ein Lastwagen. Und er ist per se leblos und bloß zum Transportieren da. Alles andere ist faaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaad. Das war aber noch nicht der Grund meiner Ereiferung. Eine Bekannte spricht die Mutter der Kleinen an und meint: "Darum geh ich nicht mehr mit meinen Kindern einkaufen." Die Angesprochene erwidert: "Ja, das hab ich mir auch immer vorgenommen. Aber..." Und es liegt in der Luft: Als Erwachsene ist man einfach machtlos gegen den Plastikkonsumscheiß, den Kinder haben wollen. Man kann einfach nicht nein sagen, denn es sind ja Kinder, und es ist unbequem, wenn sie quängeln, trotzen, weinen, schreien oder auch nur betteln. (Es besteht die Möglichkeit, dass ich allen Beteiligten schreiende Ungerechtigkeit zuteil werden lasse, aber heute interessiert mich das nicht.)
Und, übrigens, diese Truschn von pubertierendem Gör kommt mir nicht ungeschoren davon. Und warum muss immer ich die ganzen beschissenen Jahrgänge kriegen???
On second thoughts, ich glaube nicht, dass ich heute irgendjemanden anrufen werde. Der würde mich zwar vielleicht mäßigen, aber im Laufe dieser Handlung würde ich ihn aufbrauchen, bis aufs letzte Restchen. Oder hab ich Angst, dass ich mir heute den letzten Funken Hoffnung zertrete, wenn ich anrufe?
Es ist, was es ist, und diesmal ist es WIEDER nichts?
On the radio: If this world makes you crazy, and you've taken all you can bear, you call me up, because you know I'll be there.
Guildenstern - 6. Okt, 19:14
Ach, warum nur ist es so schön, wenn man ein solches Kompliment bekommt? Er sagt es, und es bedeutet was, obwohl er kein bestimmtes Interesse verfolgt. Nein, es bedeutet was, gerade weil er kein bestimmtes Interesse verfolgt. Interessant ist, dass ich trotzdem Misstrauen hege, mir denke, das ist doch ein Mann, das kann nicht rundherum stimmig sein. Systemimmanent. Andererseits glaub ich wirklich schon an das Wirken einer Kraft, die uns (zumindest jetzt) Seite an Seite gestellt hat. Ein heterosexueller Mann, den ich im Grunde bloß oberflächlich kenne, den ich kennenlernen kann, von dem ich viel über meine eigenen Einstellungen, Vorurteile und Vorverurteilungen lernen kann. Er hat aus einem mir noch nicht gänzlich klaren Grund Interesse daran, sich mit mir auszutauschen, und das nicht bloß, weil er dann alle paar Wochen dann unser gemeinsames Hobby mit mir ausüben kann, denn da würde er ja bloß alle paar Wochen was von sich hören lassen. Kann es sein, dass er mich einfach als Mensch interessant findet? Und mich dann obendrein noch hübsch findet? Ein Kompliment anzunehmen, wenn es daherkommt, ist auch nicht immer leicht.
Guildenstern - 6. Okt, 14:29
6.10.08
"The Stranger" (Billy Joel)
Well, we all have a face that we hide away forever, but we take them out and show ourselves when everyone is gone. Some are satin, some are steel, some are silk and some are leather, they're the faces of a stranger but we love to try them on.
Oliver, a stranger? Quite possibly so. To me. And what am I to him? A flash of lightning that left no impact as it went straight into the desert? A hot cup of coffee that quickened his pulse for a week or so? A photograph that reminded him of some dream of his but wasn't quite the dream itself? A tempting piece of chocolate cake that you don't want to indulge in if you go running afterwards - and you go running all the time?
Guildenstern - 6. Okt, 14:21
Sonntag Nachmittag, ein kurzer Zug. Hallo??? Ein kurzer Zug? Gut, kann man ja nicht vorhersehen, dass da ein paar vom Wochenende zurückfahren, noch dazu auf einer IC-Route. Das wär ja noch zu ertragen gewesen. Der erste Großraumwagen, in den ich trete, riecht wie eine Jungenturngarderobe und ist so feucht wie ein Schwimmbad. Hallo? Ich mein, hallo??? Ist da nicht so was wie ein Thermostat, mit dem man das alles etwas besser regulieren könnte? Ich will nix wie schnellstens durch, wenn's sein muss, auch in ein kleines Abteil. Aber nix da. Es staut. Zwei Leute hinter mir eine Telefonunterhaltung: "Ja, ich bin eh im Zug, ich bin einen Wagen hinter dir. Aber ich bin im Zug im Stau. Es geht nichts weiter." Und was ist der Grund? Schwer auszumachen in dem Durcheinander fröhlicher Frauengesichter. Aha, es tut sich mir eine Erkenntnis auf. Die hatten Plätze reserviert und müssen nun die Plätzebreitsitzer vertreiben. Die Zeit, die es dauert, bis alle sich entschieden haben, wer wann wen vorbeilässt und wo seine Tasche verstaut, ist jedoch gigantisch. Ob die realisieren, dass es außer ihnen noch jemanden gibt? Ein Herr fragt mich: "Gehören Sie auch da dazu?" Ich verneine vehement. (Nichts gegen Gruppen von gemeinsam verreisenden Frauen, bin ja auch oft so eine, aber die Umständlichkeit ist schon leicht ärgerlich.) Ich wollte da nur schnell durch. "Sie können aber meinen Platz haben, ich steig in ... aus." Ach, ja, genau, wir sind ja gleich in der nächsten Stadt. Sind schon fast eine Viertelstunde unterwegs. Dass ich mich dann im Feuchtbiotop niederlasse, ist auf Resignation zurückzuführen. Dass ich die lautstarken Terminvereinbarungen der Reisetruppe aushalte, ist nur auf meine gute Lektüre zurückzuführen. Soll ich heute noch bei Vince & Joy weiterlesen? Hmm, 200 Seiten werden sich heute aber nicht mehr ausgehen. Darn. :o)
Guildenstern - 5. Okt, 20:44
Samstag, 4.10.08
"Hung Up" (Madonna)
no (further?) comment, figure it out yourselves
Guildenstern - 5. Okt, 20:40
Es hat mich. Oder sie haben mich. Zwei verschiedene, aber doch verwandte Gefühle. Als ich durch den Bahnhof in die Herbstnacht schritt und mich meiner Wohnung näherte, dachte ich: "Ja, das ist mein Leben. Ich komme heim. Ich habe ein Leben!" Wann hätte ich je gedacht, dass ich das (wieder) sagen können würde? Dann wurde ich mir dessen bewusst, was an meinem Zug so faszinierend gewesen war: Fast alle anderen waren auf ihrem Weg nach München, um dort die Woche über zu studieren, zu arbeiten, ihre Ausbildung zu machen. Sniff, sniff, der Geruch der Großstadt!!! Maybe one day. Da ich ja momentan das Gefühl habe, mein Leben so weit im Griff zu haben, dass ich es bestimme und nicht es mich, werde ich dieses Jahr dazu nutzen können, in aller Überlegtheit und doch in aller Spontaneität meinen Weg zu finden und meinem Herzen zu folgen. Und meinem Bauch!! Der kann ja jetzt auch schon sprechen.
Guildenstern - 5. Okt, 20:06
Heute wachte ich nach 12 Stunden Schlaf auf meinem nicht rasant bequemen Sofa auf und fühlte mich erfrischt. Warum war ich wohl trotz brennenden Deckenlichts und ungeputzter Zähne in einen solchen Tiefschlaf verfallen? Einerseits wegen der zwei kurzen Nächte davor. Andererseits wegen der schönen neuen Entspannung, für die mein Vertretungsphysiotherapeut gesorgt hatte. (In der Hinsicht bin ich ganz verzagt draufgekommen, dass, sollte ich nochmal hingehen dürfen, ich ja vermutlich wieder "meine" kriege, die zwar nett und gut, aber nicht so fantastisch ist.) Himmlisch, diese Entspanntheit!
Und dann, ganz unerwartet, taucht der Gedanke auf: "Oliver? So what!" Hat mich damit die Ferienhochstimmung und -nachgiebigkeit wieder? Mal sehen. Momentan fühle ich doch, dass ich das alles loslasse. A little bit of bliss is on its way.
Guildenstern - 3. Okt, 12:04
Da lag ich am Behandlungstisch und hatte von der ersten Berührung an das Gefühl, dass da ein anderer Typ Mensch zu Werke war als meine Physiotherapeutin. Er schien sensibler und ganzheitlicher. Er traf von Anfang an ununterbrochen die richtigen Punkte. Der Fluß meiner Glückshormone wollte überhaupt nicht aufhören.
Da kam mir die Erkenntnis: Ach, was bin ich doch für ein Trottel! Nur weil ich jämmerlich erfolg- und ergebnislos auf den Mann meiner momentanen Hoffnung wartete, verpasste ich einen Termin bei Mr. Tenderhand. Welche Idiotie! Ich bringe mich eines unerreichbaren Mannes wegen um die schönsten Seiten des Lebens! Welche Idiotie!!! Und doch zieht es mich magisch in seine Nähe. Welche Idiotie!!!!
P.S.: Warum genau hat mir das Leben nach der erfolgreichen Überwindung seines Lächelns einen Riesenbatzen Hoffnungsanlass gegeben? Wie war das?
P.P.S.: Trotz rein gesundheitlicher Natur der Berührungen wurde mir klar, dass ich von jemandem angefasst werden und mit jemandem Arm in Arm sein will.
Guildenstern - 2. Okt, 19:15
"Männer, die auf ein Podest gestellt werden müssen, sind meist furchtbar anstrengend, und die anderen brauchen das nicht."
B., seines Zeichens Cousin von C.
Guildenstern - 1. Okt, 12:21
Still high on half a night of talking and analyzing. Who would have thought I'd ever ever ever discuss love with my cousin? The one I used to consider a macho and awfully conceited and insensitive? I love being wrong sometimes!!!
Guildenstern - 1. Okt, 12:19
Nicht immer ist Radio so schön, wie es dir Wise Guys besingen. Manchmal dringt auch etwas wie das an die kaum munteren Ohren um halb sieben Uhr morgens: "Ja, wer hätte das gedacht, damals, dass dieses Jahrzehnt, die Achzger, mal ein Kultjahrzehnt würden!"
Selten so gebrüllt. Wer hat sie denn bitteschön zu ebendiesem erhoben? Ward das nicht ihr selbst, liebe Radiomacher?
Guildenstern - 1. Okt, 12:16
Never think you know someone for real and forever - that would be crucially underestimating their humanness. I'm starting to really like, possibly love my cousin for the great person he seems to be. Don't ever think you know someone enough to dismiss him, listen, C!! I might even hire him as my consultant for my novel when it comes to men. Scarily: I trusted him enough from the beginning to tell him everything I never told anyone or any man and answer his question to a degree I couldn't have foreseen. I've learned something! Nice! I'm even so enthusiastic that I think I might be about to say that even if Oliver has slipped through my fingers, I have gained a friend in my cousin. That's something, isn't it?
Guildenstern - 1. Okt, 00:11