Dienstag, 20. Oktober 2009

Des Bären Kern

Auf einmal war es kalt. Und als hätte ich eine Brille abgesetzt, konnte ich plötzlich nur noch Mülltonnen, finstere Mienen, stinkende Lachen und verschmierte Toilettentüren sehen. Das freundlich aufmunternde Dankeschönlächeln an der Straßenbahntür, das zwischen der älteren Dame und mir hin und her ging, war beinahe ein Versehen. Oder ist da doch noch immer das Feuer in mir, das für das Richtige brennt?

Hat jemals ein Ort für sich alleine gelebt? Hat er gelebt, bevor man ihm einen Namen gab? Was ist die Seele der Welt? Sind es nicht Geschichten? Losing Battles?

Finde ich jemals Fragen zu den Antworten, die ich habe? Was mache ich mit den hunderttausend Fragen, die mich wie Schmeißfliegen umsurren? Ist es weiser, jemandem etwas zu erklären oder ihn etwas fühlen zu lassen, wodurch er es selbst erkennt? Zusatzfrage: und wenn das Fühlen ungefähr so angenehm ist wie ein Sturz aus dem dritten Stock auf Betonboden?

Wann ist man frei? Muss man dazu erst durch den Schmerz und die fünf Phasen? Das Perfideste - nein, nicht dass du dich wiedererkennst - ist überhaupt, dass ich dich gerne anschreien möchte. Dies irae. Und dass es wohl gerade das ist, was dir lieber ist als ein trauriger Blick. Zorn kann man mit Gegenzorn begegnen, vor Wut kann man sich abschirmen. Trauer sagt einem: Du hast verletzt, du trägst Schuld in dir. Kämpfen ist leichter als um Verzeihung Bitten.

Erkennt man irgendwann den Irrsinn der Gegenwart, wenn sie alte Vergangenheit ist? Gewinnt die Welle nicht mit jedem Mal, dass sie sich zurückzieht, an Macht, und schnalzt sie nicht immer unglücksbringender auf einen nieder? Wie eine Schneckenwindung bewegt man sich vom Mittelpunkt fort. Die Umkreisungen werden länger, man rappelt sich immer mühseliger zusammen, und dann gerät man doch immer weiter weg.

Egal ist es, ob in der Vergangenheit eine Chance gelebt hat. In der Gegenwart ist sie tot, wenn du es nicht auf dich nimmst und schaffst, das Samenkorn der Hoffnung neu zu gießen. Was du nicht wirst. Ich sitze auf dem kürzeren Ast und fühle nur: Hah, wieder einmal ein Irrtum der Natur, schrecklicher als jeder zuvor. Die Natur mag Rekorde.

Auf einmal sehe ich den Film, der hinter den Worten "...meine Exfreundin..." abläuft. Es wird kalt. Ich werde müde.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Ich hätte dich gerne dabei

Ach, wenn das Loslassen nur so einfach wäre... Weißt du, lieber Mensch, dass es mich wahrscheinlich umbringen wird, wenn du jemand anderen findest? Weil ich dann immer denken werde, hätte ich doch nur früher deutlich gemacht... jetzt küssen sie sich... jetzt...

Durchatmen, los und zu mir!

Freitag, 2. Oktober 2009

Eines Tages

Was habe ich mich doch bereits über mein Schlafbedürfnis gewundert. Ich hatte bereits direkt ein schlechtes Gewissen, weil ich beinahe zehn Stunden jede Nacht brauche. Doch dann sagt man , dass die beste Vorbeugung gegen die Schweinegrippe genügend Schlaf sei. Ich hab's auch schon bemerkt, dass die Ruhe mir bekommt. Ich habe nach vier Jahren Übermüdung endlich Kraft und Freiheit. Es tut gut, wenn man Altes loslässt.

Die Suche nach dem Warum ist uns Menschen wohl inne, und wenngleich ich mich öfters zurechtrücke und andere Zusammenhänge wie simples Nebeneinander oder den Zufall in Betracht ziehe, so liefert doch der Grund etwas mehr Sinn als der Zufall. Aber nicht nur der Grund, auch das Wie ist spannend. Was hat was ausgelöst? Es bleibt, dass der Blick in die andere Welt ein wesentlicher Moment war. Was ich nicht ausschließen kann ist, dass er den Glanz der anderen Welt hatte, dass er in meinen Augen attraktiv war, weil er mich fortzog. Von diesen Einschränkungen hat man jedoch nicht viel, weil sie nichts daran ändern, dass er ein Mensch ganz nahe an meinem Herzen ist, aus welchem Grund auch immer.

Ich will nicht stillstehen, sondern gehen. Meinen Weg gehen, mich hören, mich leben. Dann soll mich der erkennen, der für mich bestimmt ist. Dann will ich mit ihm ernsthaft und versaut, hoch und niedrig, Geist und Körper, intellektuell und trivial, ruhig und pulsierend, schweigend und kichernd, gebend und nehmend sein. Ich lasse, er lässt. Es kommt die Nacht, und es kommt ein neuer Tag, und irgendwann kommt der, an dem wir uns finden. Bis dahin wünsche ich mir Geduld und die Kraft, meine Ungeduld auszuhalten. Ich schaue nicht zurück auf die Noten, die ich bereits gesungen habe.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

"Bring ihn heim, er ist fast noch ein Kind!"

Ein Monat der ganz irren Kommunikation ist vorbei, und schon vermisse ich ihn. Ich glaube, wenn ich in bestimmten Bereichen geduldig bin, dann sind mir jene Dinge einfach nicht wichtig genug. Ich habe noch nie erlebt, dass ich geduldig war, wenn es um dieses eine Thema ging. Jetzt hab ich zwar die umfassende Erkenntnis, dass nur die Zeit hilft und dass nur die Zeit wichtig ist, aber das zuzulassen, ist wieder eine andere Sache. Ein bisschen Gewissheit wäre schon schön. Aber mit der wäre es natürlich auch nicht so schwer, es wäre quasi Betrug am Leben. Nein, es ist schon okay so, dass ich einfach mal geduldig sein muss und erst in einem halben Jahr wissen werde, was in einem halben Jahr alles so ist. Mann, bin ich müde!!

If you pass this way again...

Es gibt Momente, in denen alles zusammenkommt. Man sieht sich eine Folge von Criminal Minds an, weil das Durchblättern des Prinz München doch nicht so aufregend ist. Das Ende der Episode wird von Bob Dylan begleitet, von einem seiner wenigen Songs, die ich immer und überall auf der Stelle erkennen würde, und von seinem schönsten:

"Come in," she said, "I'll give you a shelter from the storm."
http://www.bobdylan.com/#/songs/shelter-storm

In solchen Sekunden versteht man die Welt und das Leben ein bisschen. Trotzdem bleibt die Frage: Warum ist Geduld so schwierig?

Das letzte Wort

Manchmal ist es das Beste, was einem passieren kann, dass man nicht das letzte Wort hat!! (Wenn man so wie ich veranlagt ist, wartet man nämlich, so man das letzte Wort gesprochen oder geschrieben hat, darauf, ob nicht doch noch eine allerletzte Erwiderung kommen würde.) Hui, ist das schööööön!!!

Mittwoch, 30. September 2009

Nebensache Nummer...

Ähm, wieso jetzt genau hatte ich gefühlte zehn Varianten eines Männer-Menüpunktes, aber keinen für Musik? Skandal!!!!! Das ist nun geändert! Hui, ist das schön.

Wise-Guys-Konzert verschoben!

Eben auf der Homepage gelesen: Das München-Konzert ist auf den 3.3.2010 verschoben worden. Na ja, die paar Tage mehr werde ich auch noch warten können. ;) Und ich könnte ja fast schon feiern dann...

Hach, und das Video-Blog ist wieder soooo schön. :)

Montag, 28. September 2009

Not a Toy Boy

Der Abschied war der Startschuss. Es zerreißt mich. Ein halbes Jahr mehr, weniger, dann wieder mehr Zuneigung... Es muss jetzt anders weitergehen. Kann man Liebeskummer konstruktiv nutzen? Kann ich mich selbst austricksen? Es ist ja kein richtiger Schluss, nur eine Art...

Tja, mein Herz spricht halt anders. Es war an die beinahe tägliche Dosis gewohnt. Aber die Bärenhöhle wartet im Frühling...

Freitag, 25. September 2009

Nur für dich ;)

Angekommen?

Mittwoch, 2. September 2009

1128 Tage sind genug

Man kann sich seine Natur zwar nicht abgewöhnen, aber zwischendurch will ich jetzt mal öfter die Hauptfigur sein, nicht nur Protokollant, Nebenfigur, Literaturwissenschafterin, die das eigene Leben interpretiert.

Ab jetzt Hauptrolle!!

Guildenstern hat die Seite gewechselt.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Des Bären Kern
Auf einmal war es kalt. Und als hätte ich eine...
Guildenstern - 20. Okt, 00:57
Ich hätte dich gerne...
Ach, wenn das Loslassen nur so einfach wäre......
Guildenstern - 4. Okt, 18:40
Eines Tages
Was habe ich mich doch bereits über mein Schlafbedürfnis...
Guildenstern - 2. Okt, 18:51
"Bring ihn heim, er ist...
Ein Monat der ganz irren Kommunikation ist vorbei,...
Guildenstern - 1. Okt, 22:20
If you pass this way...
Es gibt Momente, in denen alles zusammenkommt. Man...
Guildenstern - 1. Okt, 22:12

Links

Musikliste

Mein Lesestoff

Suche

 

Status

Online seit 1194 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 20. Okt, 00:57

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB

Archiv

November 2009
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Balsam
guy confusion
im Leben unterwegs
jemand anderer hat einen schönen Mist gesagt
jemand anderer hat es treffend(er) gesagt
Lehrerakte
Medienkind
Musik
nur so dahingedacht
Single Trouble
so ein alter Mist
The Betterment Project
Thomas Godoj
Traummänner
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren