Balsam

Dienstag, 18. August 2009

Spindly

Ich mag mich alleine schon dafür, dass ich hin und wieder Dinge entdecke. Hmm, nicht immer Dinge im engeren Sinn. Letztens habe ich ein neues Lied von Mika entdeckt. In meiner üblichen Annahme, ich sei ohnehin allem hinterher, glaubte ich eine Zeit lang, es sei schon älter. Diesmal war ich immerhin klug genug, mir eine Textzeile zu merken und so "mein" Lied auf Youtube zu finden. Oh, was für eine Offenbarung, es dann noch einmal, ganz und richtig zu hören!!!! "We Are Golden". Damals dachte ich ja schon, über "Lollipop" käme nichts mehr, aber jetzt höre ich seit ein paar Tagen "We Are Golden" in Endlosschleife und werde seiner nicht müde. Was für ein grandioser und genialer Song!!!! Da hüpft das Herz! Da möchten die Beine in der Disco sein oder zumindest in der Jazzdance-Truppe.

Und so habe ich auch ein paar alte Songs von Mika wiederentdeckt, weil's auf seiner Homepage wirklich großartige Möglichkeiten gibt, seine Videos anzuschauen. Tja, was soll ich sagen? Ich bin von diesem Talent hin und weg. Klar, das eine oder andere Lied hatte ich auch davor schon gern. Aber jetzt ist die Zeit, wo mich alles bis auf die Knochen erreichen kann. Dieser Mann hat außerdem wirklich und wahrhaftig sehr, sehr viel Talent in sich vereint. Tja, und dann kommt noch dazu, dass Mika auf die Art attraktiv ist, wie es nur Männer sein können, die das für mich großartigste Talent haben. Tjatja, im Video von "We Are Golden" ist zu sehen, dass er ein kleines bisschen dürr ist - und das mag ich! Ich mag Männer, die ein bisserle spindly sind. (Bei "meinem" M weiß ich ja nicht, wie's unter Shirt und Hose aussieht, aber vermutlich hat er schon den einen oder anderen Muskel, berufsbedingt, hihi. Insgesamt ist er aber definitiv nicht von der Sorte ich-zerdrück-dich-wenn-ich-nicht-aufpass.) Und die Moral von der Geschicht? Ich hab ihn zu meinem eigenen Mika gemacht!

Haken auf dem letzten Meter: Nicht nur Mika, sondern auch Jason Mraz habe ich wieder- und erst so richtig entdeckt. Mann! Der Mann hat eine Stimme! Hat Talent!!! Richtige Musikalität!!!

Montag, 25. Mai 2009

Die schönen "Dinge" im Leben (Zwischenstand)

süßer Senf
Wise Guys
Dän, Clemens, Sari, Eddi, Ferenc, Nils
andere Wise-Guys-Fans
Ohrhörer, die man sich in den Hörkanal schieben kann (dann fühlen sich auch falsch gebaute Ohren nicht so unbedarft, weil die Hörer nicht mehr rauspurzeln)
Gelroller
Frappuccino
Starbucks auch in Europa (Tja, so alt bin ich schon, dass bei meiner ersten Rückkehr ein unglaubliches "Heimweh" nach drüben und den Starbucks-Filialen über mir lag und nicht in einem hiesigen Lokal gestillt werden konnte)
Railjets (alleine das Grau und das Rot sind antörnend und ziehen einen förmlich auf der Westbahnstrecke vorwärts)
Bahnhofsbuchhandlungen
Thalia-Filialen mit Selbstbedienungscafés
Thalia-Filialen mit Müttern von besten Freundinnen als Angestellten
Thalia-Filialen in der Heimat
Pendeln zwischen Auslands-Daheim und Daheim-Daheim
schöne attraktive Männer, die ins Blickfeld wandern
E-Mail von der besten Freundin
von der besten Freundin erkannt zu werden, völlig erkannt
Rauchverbot in Lokalen
ein Bildband von der neuen Lieblingsstadt
ein neues Buch
Wasser
eine saubere öffentliche Toilette
Nagelfeilen
Äpfel
Skype
Couchsurfing
Mut, einen Mann anzureden
Biolebensmittel
Eisenbahn
Wochenkarte für den Zug in meine neue Lieblingsstadt
Englisch
Kabarett
Peter Pilz
How I Met Your Mother
Straßenbahnfahren
Kastanienbaum vorm Fenster
Eltern
Geschwister
neue Familienmitglieder
E-Bass
Bariton, der im Bauchnabel vibriert
Sonnenbrille
Authorität
"Frau Doktor Haase in den OP!"
Kai Schumann
Rosinen
homöopathische Heuschnupfentabletten
Steine
Sommergewitter
Ruhe bewahren, wenn einem eine Taube auf den Jackenärmel scheißt
auf Gleis 13 abfahren
Philharmonie
Zugbegleiter mit gutem trockenem Humor ("Bitte rechts aussteigen, aber das sehen Sie ja eh selbst!")
Kaffee
"Och, nö!"

Freitag, 22. Mai 2009

Bahnhof Bahnhof

Das schönste Bild des Tages: Ich sitze im oberen Stockwerk des Regionalzuges. Im Kopfhörer tönen die Wise Guys. Mad World. In der Version von Gary Jules (?) mochte ich es nicht, weil es so todtraurig war. Bei den Wise Guys ist es einfach nur wunderschön. Das Grün zieht an mir vorbei, die fünf liefern einen nachdenklichen Soundtrack, der mich zieht. Ich wende gedankenverloren meinen Kopf, sehe den Schriftzug der Anzeige wenige Meter vor mir: ... Hbf. Jaaaaa, ruft es da in mir. Ich gehe endlich in die richtige Richtung! Da gehöre ich hin! Da will ich sein! Danach ruft mein Bauch!

Dienstag, 19. Mai 2009

Geradezu orgiastisch!!*

Achtung! Diese Band kann ihre Gesundheit dauerhaft verbessern! Wenn Sie diese Vokalpopgruppe hören, werden sich Ihre Nervenzellen erholen, ihr Gehirn wird fortan von Glückshormonen regiert, und die Oberarme wachsen auf das Eineinhalbfache an, weil sie das viele Klatschen einfach nicht gewohnt waren. Achtung! Man wird sich eventuell dauerhaft vom Unglücklichsein verabschieden müssen, wenn man die WISE GUYS hört!!!

Danke, Jungs!!! Nicht nur war ich bei absolut top sympathischen und intelligenten und talentierten und urkomischen Künstlern, ich war auch mit netten Menschen dort, und was kann es Schöneres geben? Einzig ein Wochenende nach so einem Konzert!! Danke!!! Danke!!! Danke!!!

Das Tolle daran, dass ich euch nicht von Anfang an kannte, ist ja, dass ich mir eure CDs der Reihe nach - oder auch durcheinander - nachkaufen kann, denn es gibt ja so viele. Leider hab ich ja schon viele, aber ein paar liegen noch auf meinem Weg vor mir.

Hatte ich schon erwähnt, dass meine Hände sich das viele Klatschen gemerkt haben und auf Druck heute nicht gut reagieren? Aber in meinen Oberarmen kribbelt es noch angenehm vom Applaudieren.

Daaaaaaaaankeeeee!!!!

*Dän's Einschätzung des Publikums

Freitag, 15. Mai 2009

The truth is ...

Offenbarung; von einer anderen Seite draufschauen:

The truths is, I thought it mattered, I thought that music mattered. But does it? Bollocks. Not compared to how people matter.*

Never ever ever once questioned that this was spoken by Chumbawumba. Always admired the beauty, the elegance, the rhythm. Now I find it is taken from a movie. No, not just any movie. From a movie I wish I had watched sooner, but I guess it had to come to me on a winding road. I was thinking a lot about S.omebody and what it would be like to watch more films with him. Can I convey to you how much you mean and how good we'd be if you'd let it?

But I know there's only one who can let that thought happen in you.

*Brassed Off

Sonntag, 25. Januar 2009

Tender is the night

Dreizehn Jahre zurück in der Zeit. Aus einem mir nicht mehr präsenten Grund habe ich angefangen, Blur zu hören, und das hat mich an meine Uni-Zeit erinnert. Blur oder Oasis? Sonnenklar: Blur!!!! Ich hab zwar ein Oasis-Album und (noch) keines von Blur, aber damals, vor Morning Glory, da war doch eindeutig Blur besser. Jetzt höre ich sie wieder und vor allem mehr, nicht bloß "Country House", und da ist es noch sonnenklarer: Mann, sind die gut!!! (Und immer noch besser als die selbstherrlichen Oasis, die sind ganz okay.) Tja. Ich gebe es unumwunden zu: Es tut ganz einfach der Seele gut, etwas gefunden und erkannt zu haben.

Sonntag, 11. Januar 2009

Well

Glück kommt manchmal aus einem unbekannten Ort und anscheinend grundlos. Muss man es hinterfragen?

Dienstag, 6. Januar 2009

à la nature

Gestern habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Über-Nacht-Natur-Haarpackung ausprobiert. Ich hab zwar einen steifen Nacken, weil ich mich anscheinend im Schlaf verkrampfte, um den Kopfwickel nicht abzustreifen, aber meine Haare sind einfach wunderbar! Sehr zu empfehlen: Eidotter und Olivenöl, am nächsten Tag mit Shampoo auswaschen und genießen!!

Der Weihnachtshund

Lieber Herr Glattauer! Vielen, vielen, vielen Dank für so ein wunderbares Buch!!!!!!!!! Ich habe oft eine Phrasierung vielfach gelesen, und so vieles ist direkt auf den Knopf gegangen, der heiteres Glucksen auslöst! Auch stand ich permanent unter Strom und konnte deshalb nicht die gebührende Nachtruhe finden, musste heute morgen unverzüglich zu Ende lesen. Schaaaade, es ist schon aus!!!!

Montag, 8. Dezember 2008

Say what you..

A und ich in einem Aerosoles Store irgendwo beim Union Square. A probiert die Schuhe zum fünften Mal. Ich versuche meine seit Monaten eingespeicherte Müdigkeit an den Lederhocker unter mir abzugeben und gleichzeitig nicht unfreundlich desinteressiert zu sein. Da: ein Zauber! Was ist diese Musik? Wieso ist die Musik in allen Läden in New York wie anderswo nicht einmal eine gut aufgelegte Bar? Wie kann ich dieses Wunder jemals für ein Wiederhören konservieren? Genießen, überlegen. Auf deren Einzigartigkeit hoffend, präge ich mir die Textzeilen ein: "Say what you mean to say, say what you mean to say." Ich bin nahe dran. Weil ich im Urlaub geduldig bin und ohnehin auf die Entspannung zufahre, versuche ich es mir einfach ein paar Tage zu merken. Der nächste Besuch in der Public Library samt Internetzeit bringt es zutage: Thomas Godoj ist weiter. Ach ja, das auch. Und mein Lied ist von John Mayer. Another gem like no other. It's me. It's my song.

Ab jetzt Hauptrolle!!

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