Die innere Wahrheit
Hmm, also, ja, zugegeben. Manchmal überfällt mich riesengroße Sehnsucht, wieder in den Zug einzusteigen und weiterzufahren; noch eine Dreiviertelstunde sitzenzubleiben und erst dort auszusteigen, wo er ist.
Und manchmal denke ich an die netten Momente, nicht daran, dass es Tausende von Frauen gibt, die ihn nett finden und die er nett finden kann. Schöne Momente wie diesen, als ich mich in der Konzerthalle nach vor schlängelte, immer versuchend, ihn nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig locker und unabhängig zu sein. Schon nach fünf Sekunden schien mein Unterfangen gescheitert, weil er weg war. Ich blieb stehen und suchte, äußerlich locker, innerlich angespannt und fieberhaft (obwohl schockgedämpft nach fürchterlicher Eröffnung), nach sichtbaren Zeichen wie einem Jackenzipfel oder einem Hemdkragen. Da tappte es mir leicht auf den Arm, und als ich mich umdrehte, lächelte er mich an: "Du hast mich überholt." Und ich dachte nur: "Wie ging das denn jetzt? Hab ich es bloß als Sekunden empfunden, was in Wahrheit Minuten waren, in denen ich gedankenverloren an ihm vorbeigegangen war?" Wie konnte man bei voller Konzentration das Einzige, was zählte, aus den Augen verlieren? Und doch rührte es mich, wie er gelächelt hatte, als er es gesagt hatte. Sein Lächeln. Immer und immer wieder in mir.
Und manchmal denke ich an die netten Momente, nicht daran, dass es Tausende von Frauen gibt, die ihn nett finden und die er nett finden kann. Schöne Momente wie diesen, als ich mich in der Konzerthalle nach vor schlängelte, immer versuchend, ihn nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig locker und unabhängig zu sein. Schon nach fünf Sekunden schien mein Unterfangen gescheitert, weil er weg war. Ich blieb stehen und suchte, äußerlich locker, innerlich angespannt und fieberhaft (obwohl schockgedämpft nach fürchterlicher Eröffnung), nach sichtbaren Zeichen wie einem Jackenzipfel oder einem Hemdkragen. Da tappte es mir leicht auf den Arm, und als ich mich umdrehte, lächelte er mich an: "Du hast mich überholt." Und ich dachte nur: "Wie ging das denn jetzt? Hab ich es bloß als Sekunden empfunden, was in Wahrheit Minuten waren, in denen ich gedankenverloren an ihm vorbeigegangen war?" Wie konnte man bei voller Konzentration das Einzige, was zählte, aus den Augen verlieren? Und doch rührte es mich, wie er gelächelt hatte, als er es gesagt hatte. Sein Lächeln. Immer und immer wieder in mir.
Guildenstern - 7. Mai, 17:17
